Wind-Industrie- und PV-Anlagen allein, lösen nicht die Probleme der Sicherstellung der Stromversorgung
In Politik und Medien dominieren die Feststellungen (#):
# Die Stromerzeugung besonders aus Wind- und PV-Anlagen (RE) werden die Versorgungssicherheit erhöhen. Man muss nur genügend Anlagen bauen.
Nein: Die Strom-Versorgungs-Sicherheit kann aufgrund der Wechselhaftigkeit von Wind und Sonne, allein nie zu einer gesicherten Versorgung führen. Der notwendige große Speicherbedarf wird nicht geschaffen werden (können). Batterie-Anlagen müssen ihre Betriebsfähigkeit noch beweisen, auch diese bekommt man nicht ohne Geld. Alles bezahlt der Bürger, direkt (Strom-Rechnung) oder indirekt (Steuern).
Es gibt bereits heute zu viele Anlagen. Entweder wird zu viel oder zu wenig Strom produziert. Beim „Zuviel“ entstehen sog negative Strompreise. Ergebnis: Die Bürger zahlen, das Ausland freut sich. Kostenloser – plus Abnahmeprämie – Pumpstrom für z. B. Pumpspeicher-Kraftwerke in Österreich.
# Diese RE- Stromerzeugungen werden zunehmend die Strompreise verringern.
Nein: Die Strompreise haben sich seit 2000 verdreifacht. Der Zubau von Wind- und PV-Anlagen soll erheblich gesteigert werden. Die Vergütung für Windanlagen in windschwachen Regionen ist erheblich erhöht worden. Nach wie vor wird nichtbenötigter Strom vergütet. Das ist volkswirtschaftlicher Irrsinn. Eine Strompreis-Verringerung ist deshalb nicht zu erwarten.
# Windanlagen in Nord- und Ostsee (sog. Offshore-Anlagen) sollen die zeitweise auftretenden Ausfälle der Strom-Erzeugung aus Wind- und Sonnen-Anlagen in Süddeutschland ausgleichen. Dazu sind die im Bau und Planung befindlichen Stromtrassen von Nord nach Süd zwingend notwendig.
Nein: Die Stromerzeugung mit Wind-Seeanlagen (offshore) unterliegt den gleichen Wechseln wie die der Wind-Landanlagen. In jedem Monat treten minimale Leistungen auf – bis zu Null- Windstrom. Wie wird dann der „Süden“ versorgt? Die Effektivität der Nord-Süd-Trassen steht deshalb infrage.
# Bensheim und Bergstraße:
Gemäß einer „Energie-/Kraftwerks-Planung der Stadt (Energiewende Bensheim)“ sollen 60 MW Windanlagen (12 Anlagen je 5 MW Leistung), 39 MW PV-Anlagen, eine Geothermie-Anlage mit 5 MW errichtet werden. Die gesamte Anlagen-Leistung würde damit 104 MW betragen. Der Leistungsbedarf für Bensheim beträgt maximal etwa 35 MW. Auch wenn man von Bedarfs-Zunahme durch Mobilität und Wärmepumpen ausgeht, KI-Anlagen werden in Bensheim nicht zu erwarten sein, handelt es sich um eine unüberlegte und völlig überzogene Planung. Der Begriff „Leistungsbedarf“ kann als „Eigenschaft“ verstanden werden. So wie ein PKW-Motor eine maximale Leistung hat – von z. B. 90 kW bzw.122 PS (Pferdestärken – alter Begriff).
Die Windanlagen würden die „Optik“ Bensheim schlicht kaputt machen. Bei Regelabständen der Anlagen (gleich Eifeltürmen) von etwa 3 mal Rotordurchmesser (500 Meter) wäre Bensheim zugebaut/überbaut. Entsprechende Freiflächen gibt es nicht. Die Stadt hat auf entsprechende Kritik bisher nicht geantwortet. Bezeichnend ist, dass Standorte in Randgebieten zu Lautertal und Heppenheim vorgesehen sind. Motto: Für die Bürger in Bensheim soll die Sache nicht so weh tun.
# Elektrischer Strom ganz allgemein gilt als Grundlage für die Erzeugung von Wasserstoff. Die Wasserstoff-Wirtschaft wird als universale Lösung aller Energie-Probleme angesehen.
Nein: Die Wasserstoffwirtschaft (Wasserstoff = H2) kann nur mit riesigen Subventionen auf den Weg gebracht werden. Der Wasserbedarf (Trinkwasser-Qualität; 1 kg H2 benötigt 9 kg Wasser), der Energiebedarf für die Erzeugung transportfähigem Wasserstoff ist sehr hoch (etwa 100 kWh pro 1 kg H2). Der Bedarf an besonderen Materialien für die H2-Techniken, im weitesten Sinne, wird unterschätzt. Zur Orientierung: 1 kg H2 hat den Energieinhalt von 3,5 Liter Benzin.
# Alle vorgenannten Vorgaben (Wind-, PV- , sonstige Regenerativ-Anlagen, sowie Wasserstoff-Verwendung, E-Mobilität, Wärmepumpen etc.) sollen dem Erreichen der Klimaziele dienen. Gemeint sind in der Regel die Verringerungen der CO2-Emissionen aus der Verbrennung von Kohlen, Erdöl und Erdgas.
Nein: Die UN-Klima-Abteilung (IPCC) hat im April 2026 die Ergebnisse des Erwärmungs-Katastrophen-Klima-Models RCP8.5 als unplausibel beurteilt und damit die „errechneten“ Temperatur-Erhöhungen von 5,5 Grad Celsius und mehr, zurückgezogen. Die “Welt-Erhitzung“ soll nun allenfalls mit etwa 2,5 Grad zu erwarten sein (2100), wobei heute bereits etwa 1,5 Grad gegenüber etwa 1870 (sog. vorindustrielle Zeit) erreicht worden sind. Die letztgenannten Werte rechtfertigen nicht die Natur- und Landschafts-Zerstörung, den Niedergang des Wohlfahrts-Standortes Deutschland.
Nebenbemerkung: Um 1870 endete eine Kaltzeit, mit Hungersnöten usw. Es sollte klar sein, dass danach automatisch eine wärmere Zeit entstanden ist.
# Die Stein- und Braunkohle-Kraftwerke sollen möglichst bis 2030 stillgelegt werden.
Nein: Die Stilllegung von großen Kraftwerken mit den bedeutenden rotierenden Massen (Turbinenwellen, Rotoren der Generatoren) beeinflusst die sog. Momentanreserve. Diese sorgt unmittelbar für die Frequenz-Stabilität des Netze. Es ist sehr fraglich, ob in Zukunft ohne große Kraftwerke eine sichere Versorgung aufrechterhalten werden kann. Wind- und PV-Anlagen sind nicht in der Lage, die Momentanreserve bereitzustellen, eine sichere Stromversorgung zu gewährleisten.
Entscheidend für eine Energiewende wird sein, ob die Stromversorgungs-Unternehmen in Zukunft die immer größer werdenden Ungleichheiten der Strom-Erzeugung aus Wind- und PV-Anlagen beherrschen können.
# Die Kernenergie-Nutzung, als CO2-freie Technik, ist in Deutschland beendet worden. Ihr wird keine Zukunftsfähigkeit beigemessen.
Das steht im Gegensatz zur bestehenden Nutzung und den Bau-Absichten in anderen EU-Staaten und weltweit.